Inhaltsverzeichnis
Station-2 - Setzen der Zündhütchen [Priming]
A.
Zündhütchenzuführung macht Probleme.
1. Magazinrohr [magazine tube] ist leer [empty] .
2. Zündhütchen sitzt im Magazin fest [stuck primer in tube] .
a. Das Magazin-Rohr muß weggeworfen werden.
3. Schadhafter Stempel oder Rohr defekt [damaged brass tip or
tube] .
a. Rohr wegwerfen!
B. Zerdrückte Zündhütchen [crushed primers] .
1. Löcher im Drehteller [shellplate pockets] verschmutzt oder
verstopft.
2. Ausgebeultes Zündhütchen [ringed primer]: Gebrauchtes
Zündhütchen wurde vom Ausstoß-Stift [decapping pin] durchstochen und hinterließ einen
Metallring in der Zündglocke.
3. Abgestoßener oder abgenutzter Zündhütchen-Stößel [chipped
or worn primer punch] .
4. "Heißgeladene" Munition [hot loaded ammo] die
mehrere Male wiedergeladen wurden - der Hülsenboden [case] ist flachgedrückt. Die
Zündglocke muß wieder in die richtige Form gedrückt werden. Dillon bietet hierfür die
Super Swage 600 an.
5. Die Werkbank [loading bench] muß feststehen und darf
keinesfalls wackeln. Am besten verankert man sie an der Wand. Bei einer nicht
festsitzenden Werkbank kippen die Zündhütchen um und bleiben stecken.
6. Der Abstandshalter der 2. Station [primer Station locator tab]
muß richtig eingestellt sein, d.h. die Entfernung zum Hülsenrand beträgt etwa .25 mm
(die Stärke einer Visitenkarte).
7. Zündhütchengröße u.-modell [primer size/type] entsprechen
nicht dem Kaliber.
8. Bedienhebel[handle] zu kräftig vorwärts betätigt.
9. Bedienhebel[handle] muß sauber und gleichmäßig anstatt
ruckartig geführt werden. |
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C.
Zündhütchen sitzen nicht tief genug [high primers] .
1. Hülsenhalteplatte sitzt zu locker [shellplate too loose]. Um
die Platte richtig einzustellen wird zunächst die Drehtellerschraube [shellplate bolt]
ganz festgeschraubt, anschließend um 1/8 Drehung gelockert. Bitte vor Justierung der
Drehtellerschraube nicht vergessen, die dazugehörige Konterschraube an der linken Seite
des Hauptzylinders zu lockern. Als letztes wird die Konterschraube wieder fest angezogen.
2. Schalthebelführung [handle motion] ungleichmäßig.
3. Bedienhebel[handle] muß zum Setzen des Zündhütchens [seat
primer] ganz nach hinten gedrückt werden.
4. Bedienhebel [handle crank] kaputt oder hat Risse.
a. Den Bedienhebel nach vorn bewegen und auf feine Haarrisse
achten.
D. Zünder-Frühwarnsystem funktioniert nicht [Primer early warning
system inoperative] .
1. Batterie ist leer, fehlt oder falsch herum eingebaut.
2. Stößel [follower rod] (13707) fehlt oder ist verbogen.
3. Schadhafter Summer [buzzer] .
4. Zündhütchen steckt im Magazin fest.
E. Zündhütchen-Drehscheibe [rotary primer disc] funktioniert
nicht/hängt fest.
1. Umsetzhebel [indexing lever] überprüfen und, falls verbogen,
auswechseln.
2. Zündhütchen-Nocke [primer cam] inspizieren:
a. Fehlt.
b. Oberfläche abgenutzt.
F. Zündhütchen verkehrt herum eingesetzt:
1. Zündhütchen-Setzstempel [primer punch] nicht richtig zur
Hülsenhalteplatte [shellplate] ausgerichtet. Veraltete Einstellnocke [index cam] (falls
Ladepresse vor März '95 bezogen wurde). |
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Station-2 - Pulverfüllen und Hülsenmundaufweitung [Powder
Charging and Case Mouth Belling]
A.
Zerdrückte Hülsen
1. Abstandsshalter falsch justiert. Riegel bis auf einen kleinen
Spalt an Hülse heranstellen. Optimal sind 0,25 mm Abstand zwischen Hülse und
Abstandshalter.
B. Pulver wird verschüttet
1. Bedienhebel wird zu hart bzw. zu schnell gezogen. Passiert
leicht bei .380 und 9 mm Hülsen, die bis obenhin gefüllt werden. Verlangsamen Sie Ihr
Tempo!
2. Stäbchenpulver bleibt quer über dem Hülsenmund stecken.
3. Einstellung des Pulver-Meßschieber muß kontrolliert werden.
4. Ladepresse ist nicht fest genug verankert oder die Werkbank
nicht stabil genug.
5. Pfropfen (13921) der kleinen Pulver-Meßschieber -Adapterplatte
fehlt.
6. Hülse enthält kein Zündhütchen.
C. Unregelmäßiges Aufweiten (zu stark oder ungenügend):
1. Verschiedene Hülsenlängen (Hinweis: Hülsen müssen je nach
Hersteller getrennt werden).
2. Bedienhebel wird beim Durchschalten nicht vollständig nach
unten gedrückt.
3. Aufweiter fehlt.
4. Aufweiter paßt nicht zum Kaliber.
5. Pulvermatrize nicht richtig eingestellt.
6. Pulverfüllgerät sitzt locker auf der Pulvermatrize (Schrauben
nicht fest genug angezogen).
D. Ungleichmäßige Pulverchargen:
1. Pulvermeßschieber läuft nicht die gesamte Strecke durch. Wird
berichtigt durch entsprechendes Tieferschrauben der Pulvermatrize
2. Zwangssteuerung fehlt.
3. Pulver hat sich im Pulverfüller nicht gesetzt.
a. Nach Justierung der Pulvermeßschieber werden fünf Hülsen
durch die Ladepresse geschaltet, wobei in jede Hülse Pulver eingefüllt und das
Pulvergewicht der 5. Hülse geprüft wird.
4. Bedienhebel wird nicht voll durchgedrückt.
5. Ladepresse ist nicht fest genug verankert, oder die Werkbank
ist nicht stabil genug. |
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6.
DerPulver-Meßschieber hat nicht die richtige Größe.
a. Bei mehr als 7 Grains gegen große Pulvermeßschieber
auswechseln.
7. Pulvertrichter oder Einfüllrohrrohr verschmutzt bzw.verstopft.
8. Sprung im Pulverfüllgerät.
a. Tritt gewöhnlich am Eintrittspunkt der Schraube der
Zwangssteuerung (13904) in das Pulverfüllgerät (21274) auf.
9. Pfropfen (13921) des kleinen Pulver-Meßschieber-Adapters
fehlt.
10. Ungleichmäßiges Bedienen des Hebels.
11. Verwendung von Stäbchen-Pulver.
E. Pulvermeßschieber sitzt fest.
1. Verschmutzter Pulvermeßschieber.
a. Muß mit Aceton oder Nagellackentferner gereinigt und sehr
sauber gehalten werden. Nicht einfetten!
b. Keinerlei Schleifmittel, Feilen oder Schmirgelpapier verweden!
2. Pulvermeßschieber, Adapter oder Pulverfüllgerät abgescheuert
- lange Schleifspuren von Metall an Pulvermeßschieber bzw. am Adapter.
a. Mit weichem in Aceton, Feuerzeugbenzin oder Spiritus
getränktem Tuch abreiben.
3. Pulverfüller-Zwangssteuerung fehlt oder schadhaft.
4. Verwendung von feinem, kugelförmigen Pulver.
a. Pulversorten wie Winchester 296, Hodgdon 110 oder von Accurate
Arms können zwischen Pulvermeßschieber, Adapterplatte und Pulverfüllgerät geraten und
die Bewegung behindern.
5. Pulver-Meßschieber-Einsatz oder
Pulver-Meßschieber-Einstellschraube in vollständig offener Position am Anschlag.
a. Dadurch kann der Pulver-Meßschieber-Einsatz verklemmt werden
und den Pulvermeßschieber zum Schleifen bringen.
F. Hülse sitzt am Pulvertrichter fest.
1. Hülsen sind neu, wurden übermäßig oder mit einer
Flüssigkeit gereinigt.
a. Hülsen nicht länger als 1 1/2 Stunden reinigen.
b. Abgenutzter Pulvertrichter; Streifen an der Trichterspitze.
Muß auf Hochglanz poliert werden. |
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Station-3 - Pulver-Kontrolle [Powder
Check]
| A. Pulverstandswarnsensor-Matrize
funktioniert nicht. |
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1.
Bitte Batterie überprüfen.
2. Bitte Einstellungen kontrollieren. |
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Station-4 Setzen der Geschosse
[Bullet Seating]
A.
Ungleichmäßige Setztiefe des Geschosses.
1. Unterschiede von weniger als 0,5 mm werden durch Unterschiede
in den Hülsen und Geschossen verursacht und sind nicht problematisch.
2. Bleispäne- bzw.Fettablagerung in der Setz- oder Crimp-Matrize.
3. Ungleichmäßige Geschoß-Größe (Länge und/oder Form).
4. Geschoßsetzstempel [seating plug] paßt nicht zum
Geschoßmodell.
5. Verschiedenartige Hülsenmodelle bzw.Serien. (Bitte die Hülsen
unbedingt sortieren!)
6. Die entsprechende Maße finden Sie im Wiederladehandbuch.
B. Abschabung von Messing beim Geschoßsetzen, oder halbmondförmige
Messingpartikel fallen auf den Drehteller.
1. Neue Hülsen.
2. Aufweitung zu stark.
C. Abschaben von Blei/Fett beim Geschoßsetzen.
1. Hülse mit Trichter nicht weit genug aufgeweitet.
2. Hülse zu lange gereinigt. Hülsenmund muß entgratet werden.
3. Geschoßdurchmesser paßt nicht zum Kaliber. |
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D. Geschoß
sitzt locker in der Hülse.
1. Geschoß ist zu klein. a. Geschoßdurchmesser muß festgestellt
werden.
2. Falscher Pulvertrichter, d.h. wenn er zu groß ist, wird der
Hülsenmund zu stark aufgeweitet.
E. Geschoß sitzt nach dem Setzen schief.
1. Hülse nicht genügend aufgeweitet.
2. Setzstempel oder -matrize passen nicht zum Geschoßmodell oder
Kaliber.
3. Abstandshalter fehlen oder passen nicht, d.h. Hülse sitzt
nicht mittig unter der Matrize.
4. Ungleichmäßige Hülsenmundöffnung.
5. Unrichtige Nenngröße des Geschosses, z.B. .38/357 Geschoß in
.38 Super.
6. Matrize und Stempel nicht winkelgerecht zum Drehteller. a. Den
Spannring [lockring] fest anziehen, während Hülse und Geschoß in der Matrize sitzen.
F. Geschoßsetzmatrize verformt Oberteil des Geschosses.
1. Setzstempel paßt nicht zum Geschoßmodell.
2. Blei ist zu weich.
3. Blei- bzw.Wachsablagerung in der Matrize.4. Hülse nicht
genügend aufgeweitet. |
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Station-5 Bördeln/Crimpen [Crimp]
A. Ungleichmäßiges
Bördeln
1. Verschiedene Hülsenlängen, wahrscheinlich infolge
verschiedener Hülsenmodelle.
2. Verschmutzte oder abgenutzte Crimp-Matrize. Soweit erhältlich
bitte Dillon-Matrizen verwenden.
B. Geschoß sitzt zu locker.
1. Zu viel Crimp! Kann sich auch negativ auf die
Präzisionauswirken.
2. Unpassender Aufweiter.
3. Hülsen zu dünn. (Bei Verwendung von Dillon-Matrizen fällt
dieses Problem weg.)
4. Falsche Crimp-Matrize. |
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C. Zu viel
oder zu wenig Bördelung des fertiggestellten Patrone.
1. Crimp-Matrize zu niedrig oder zu hoch eingestellt. Bitte
maximale Bördelung im Wiederlade-Handbuch nachlesen, andernfalls 0,5 mm über das Maß
des Hülsendurchmesser bördeln.
2. Crimp-Matrize paßt nicht zur Hülse.
3. Hebel nicht voll durchgedrückt.
4. Hülse zu stark aufgeweitet.
5. Hülsenlängen variieren.
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Ausstoß der fertigen Patronen
[Ejecting Finished Cartridges]
A. Kein
Ausstoß nach Station-5.
1. Fehlender, verbogener oder schadhafter Ausstoßerbügel
(13298).
2. Abstandshalter passen nicht.
3. Hülsenhalteplatte durch Zündhütchenausstoßstift
beschädigt. |
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B. Die
fertigen Patronen fallen nicht in die Auffangbox.
1. Hebel zu schnell betätigt.
2. Rutschen-/Auffangsbox-Halterung ist verbogen.
3. Auffangbehälter fehlt oder falsch angebracht. |
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Wartung [Maintenance]
Einfetten:
Häufigkeit des Einfettens richtet sich nach der Belastung der Presse. Es wird dringend
angeraten, daß die XL 650 jeweils nach 3000 Patronen gereinigt und gefettet wird, und
zwar mit Schmieröl oder Achsfett.
Niemals kriechende Fette, Aerosolsprays oder Fettlösungen, wie z.B. WD-40 oder
Break Free benutzen. |
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Schmierpunkte:
Hülsenhalteplattenschraube - Schmiermittel.
Hauptschaftschmierung - Benutzen Sie nur 30 wt. Motoräl. Noch einmal, benutzen Sie
keine kriechenden Schmiermittel, Aerosolsprays, oder Schmiermittel mit Läsungsmitteln. |
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